Sonntag, 29. Juli 2012

10 Dinge...

Edward griff in seine Jackentasche und zog zwei Blätter heraus.
Eins von ihnen war beschrieben, doch von meiner Position aus konnte ich nicht genau erkennen mit was. Während er mir das andere Blatt mit einem Kuli überreichte, versuchte ich einen Blick darauf zu werfen. Ohne Erfolg. Er grinste nur und faltete es einmal, um es neben sich auf den Tisch zu legen. Grummelnd blickte ich auf das Stück Papier.
Mit dieser Aktion hatte er natürlich meine Neugier geweckt, nach seinem Gesichtsausdruck zu schließen war es ihm auch noch mehr als bewusst.

Immer noch mit diesem blöden Grinsen deutete er auf die Schreibutensilien.
„Also, dann bin ich aber gespannt was für Dinge du machen willst… hmm, Karussell fahren? Ponyreiten gehen?“
Er fand das anscheinend unglaublich witzig, nun gut, bin gespannt ob er es gleich immer noch so witzig finden wird…
Böse vor mich hin grinsend nahm ich den Kuli in meine Hand, und nein Edward, nichts mit Karussell fahren und Pony reiten…
Begeistert schrieb ich eine große 1. hin, so was würde Edward niemals seine Ehefrau machen lassen… hmm… Uh ich weiß!

1.     Strippen in einem Öffentlichen Stripclub meiner Wahl

Oh ja, das ist gut! Na dann, 2. nachdenklich tippte ich mit dem Kugelschreiber auf die Tischplatte, okay, das wird er mich bestimmt nicht machen lassen!

2.     Mit einem Typen meiner Wahl Sex haben

3.     Mit einem Typen meiner Wahl rumknutschen

4.     Mit einem Typen meiner Wahl ausgehen

Nicht das Edward auf den Gedanken kommt –falls er nachher noch gut auf seinen Vorschlag zu sprechen ist- es ganz genau zu nehmen und mir vorher ein Date + Knutschereien zu verbieten…
Gut, dann kommt jetzt 5. dran, mal sehen… ob er mit einem Ex-Knackie verheiratet sein möchte? –Nein, ich denke nicht!

5.     Eine Straftat meiner Wahl begehen

Tja da hat mich wohl der kleine Eddie wohl unterschätzt, sicher wird er nachdem er das gelesen hat mit davon rennen!
So, was ist der absolute Abtörner für Männer? Genau Mädels, Shopping!!!

6.     Mit Edward und seiner Kreditkarte Shoppen gehen

Gut setzen wir noch was drauf!

7.     Alkohol trinken, ohne Beschränkungen

8.     Einen gefälschten Ausweis bekommen

9.     Bis zur Hochzeit, muss ich nichts tun was ich nicht tun will

So mit dieser Regel wird es hoffentlich keine Zieh-dich-im-Männerklo-um-Situationen mehr geben…
So und nun das 10 ‚Ding’ Das muss reinhauen, es darf ihm absolut nicht gefallen und muss ihn dazu bringen schreiend diese Verlobung aufzulösen…

10.     Edward darf keinen Sex bis zur Hochzeit haben, mit niemanden!

Fertig! Grinsend schaute ich zu Edward rüber, der mich kritisch musterte… jaja, zerbrech dir nur nicht deinen hübschen Kopf, Casanova!
Zufrieden hielt ich ihm meine Liste vor, kurz drauf nahm er sie aus meiner Hand und schob mir das gefaltete Blatt Papier zu.
So, da bin ich jetzt aber gespannt!


Regeln

1.     Kein Alkohol, außer ich bin anwesend
–  Dann trink ich Alkohol wenn du nicht anwesend bist, merken würdest du sowieso nichts!

2.     Aufforderungen meinerseits werden unverzüglich ausgeführt
–  Träum weiter, und spiel wo anderes Diktator

3.     Lebensmitteln werden nur verzehrt, wenn sie auf der Liste stehen
–  Welche Liste?

4.     Über das was in unserer Ehe vorfällt, wird mit keiner 3. Person beredet
–  DAS sagt er zu einer Frau? Da kann er lang warten…

5.     Bücher und andere Unterhaltungsmittel müssen zuerst von mir abgesegnet werden
–   Dann werde ich wohl zukünftig meine "wie bringe ich meinen Mann um"- Zeitschriften abbestellen müssen… Augen rollend ging ich zum nächsten Punkt über.

6.     Mit der Kreditkarte werden nur sinnvolle Sachen erworben
-   1. Bei einer Frau muss man ‚sinnvoll’ genauer definieren und
-   2. Dann heb ich eben Geld ab und kauf ein!

7.     Bleibende Veränderungen müssen von mir ausdrücklich erlaubt werden
–  Was meint er damit? Falls ich einen Autounfall habe, soll ich ihn vorher fragen ob man mir den Fuß amputieren darf?

8.     Du wirst keinen Job annehmen
–  Ähm, wie bitte? Darüber reden wir noch Freundchen!

9.     Freundschaften werden nur unter meiner Aufsicht gepflegt
–  Pah, sonst noch Wünsche?

10.     Du bist dazu verpflichtet immer die Wahrheit zu sagen!
–  Kein Kommentar…

Schockiert blickte ich auf, das ist doch nicht normal?!
Einen kurzen Augeblick nach mir, blickte er auch zu mir auf. Während ich eher entsetzt war, ist er eher –wer hätte das erwartet- wütend.
Oh, Oh… Gott sei dank sind wir hier in einem öffentlichen Lokal!

Seine Hände, die kurz vorher locker auf den Tisch lagen, waren zu Fäusten geballt und sein Atem ging keuchend. Er versuchte wohl seine übertriebenen Aggressionen zu unterdrücken… hmm, das gelang ihm genauso gut wie ich beim Versuch brav zu sein… Keiner kann alles, sag ich nur!

„Was. Hast. Du. Dir. Dabei. Gedacht?!“, presste er mühsam hervor, uih… hatte ich schon erwähnt, wie Gott-froh ich darüber bin, dass Leute um mich herum sind, die die Polizei rufen werden, falls er versucht mich zu erwürgen?
„Ähm ja... Die Sachen wollte ich schon immer machen!“, lächelte ich unschuldig und strafte mich innerlich Lügen.
„Ist das dein Ernst?! Was soll das? Gibt es dir einen Kick mich so wütend zu machen?“
Gute Frage… warum machen meine Pläne ihn immer so wütend? Ich tu das schon fast unbewusst! Wenn das kein Zeichen dafür ist, dass ich ihn mal mit einem Kissen ersticke dann weiß ich auch nicht…

„Das tut hier nichts zur Sache, abgemacht ist abgemacht. Also, machen wir es oder nicht?“
Natürlich setzte ich mein Pokerface auf und blickte ihn auffordernd an. Er wird es nicht tun. Nein, ganz sicher nicht… wenn ich ihn mit einem Wimpernschlag so in Rage bringen kann, dann wird er sich hüten mich so was machen zu lassen.
Und das mit dem Sex! Niemals würde er mich das machen lassen, das muss für einen Mann doch so was wie ein Schlag unter die Gürtellinie sein?! Ich meine, hallo!

Die Frau, die man gekauft hatte geht und fickt jemand anderes. Wenn ihm dabei keine Ader im Hirn platz, weiß ich auch nicht weiter… Und außerdem bin ich sowieso nicht scharf darauf vor Wildfremden zu strippen. Schnaufend setzte er zur Antwort an:
„Mit ein paar Beschränkungen, bin ich einverstanden!“ Wusch. Vor meinem inneren Auge sah ich zu, dass meinen Plan zu Asche zerfiel. Wieso endet es immer wieder so, dass ich es bereue?!!!!
„Du willst was? Wie? Warum? Das… urgh!!! Was stimmt nicht mit dir?“, stotterte ich mir einen ab. Aber mal ehrlich, da glaubt man, man hat alles unter Kontrolle und dann…! So ein verdammter Mist!

„Was hattest du erwartet? Das meiste ist vertretbar… lass uns ein paar Punkte von deiner Liste entfernen und dann können wir…“
„Wieso meine Liste?“, fragte ich eingeschnappt.
„Was meinst du?“
„Wieso auf MEINER Liste? Wieso nicht von deiner Liste? Mit meiner ist alles in Ordnung!“, gab ich trotzig von mir.
„Gut wir nehmen Fünf von meiner Liste und Fünf von deiner Liste weg!“

„Gut!“, meinte ich trotzig.
„Gut!“, erwiderte er grinsend
Oh nein Swan, wo hast du dich jetzt schon wieder hinein geritten?

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